Über den Künstler Johannes Grützke
Johannes Grützke (1937–2017) war ein deutscher Maler, Zeichner und Grafiker sowie eine wichtiger Vertreter der figurativen Malerei in Deutschland nach 1945.
Er studierte von 1957 bis 1964 an der Hochschule für Bildende Künste Berlin und gründete 1973 gemeinsam mit Matthias Koeppel und Manfred Bluth die Künstlergruppe Schule der Neuen Prächtigkeit, die sich bewusst gegen die Dominanz der Abstraktion wandte.
Grützkes Werk verbindet altmeisterliche Maltechnik mit einer expressiven, oft grotesken Bildsprache. Seine Gemälde zeichnen sich durch psychologische Tiefe, ironischen Humor und eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und historischen Themen aus. Neben Porträts und Selbstbildnissen schuf er zahlreiche großformatige Historienbilder und öffentliche Auftragsarbeiten, darunter den monumentalen Bilderzyklus Der Zug der Volksvertreter im Berliner Reichstagsgebäude.
Von 1992 bis 2002 war Grützke Professor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Seine Werke befinden sich heute in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.


