Über den Künstler Rolf Szymanski

Rolf Szymanski (1928–2013) war ein bedeutender deutscher Bildhauer, Zeichner und Grafiker und zählt zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Nachkriegsskulptur. Er wurde am 22. Juni 1928 in Leipzig geboren und studierte von 1947 bis 1949 an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (heute Universität der Künste Berlin). Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er durch die Auseinandersetzung mit der europäischen Moderne sowie durch die Begegnung mit der Bildhauerin Renée Sintenis.

Seit den 1950er-Jahren entwickelte Szymanski eine unverwechselbare künstlerische Sprache, in der sich figürliche Elemente mit surrealen, organischen und symbolischen Formen verbinden. Seine Skulpturen zeichnen sich durch poetische Bildfindungen, subtile Ironie und eine besondere Sensibilität für Material, Oberfläche und Raum aus. Immer beschäftigen sie sich mit dem Menschen, seiner Existenz und Verletzlichkeit sowie mit mythischen und literarischen Themen. Seine Werke bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und eröffnen vielschichtige Deutungsmöglichkeiten.

Von 1974 bis 1993 war Szymanski Professor für Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin. Darüber hinaus war er seit 1970 Mitglied der Akademie der Künste und engagierte sich dort im künstlerischen Austausch und in der Förderung zeitgenössischer Kunst. Die Akademie würdigte ihn als eine prägende Persönlichkeit der deutschen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts.

Szymanski war mit seinen Arbeiten auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten, darunter mehrfach auf der documenta in Kassel. Seine Skulpturen befinden sich heute in bedeutenden Museen, öffentlichen Sammlungen und Skulpturenparks im In- und Ausland.

Rolf Szymanski