Michael Triegel
Cum repeto noctem, 1993
Fotoelement, Strichätzung, Reservage, Aquatinta (3 Platten) Grafik 44 × 62 cm
1.100 €
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Die mehrplattige Radierung „Cum repeto noctem“ verbindet verschiedene Bildebenen zu einer vielschichtigen Reflexion über Antike, Erinnerung und Vergänglichkeit. Eine klassizistische Architektur mit korinthischen Säulen und lateinischer Inschrift trifft auf einen fein gezeichneten männlichen Rückenakt. Ein darunterliegender Fries zeigt einen antiken Figuren- und Reiterzug. Der lateinische Titel entstammt Ovids Verbannungsdichtung und wurde auch später von Goethe in seiner Italien Reise, vor der Abreise aus Rom, zitiert und verleiht dem Blatt eine melancholische, sehnsüchtige Tiefe. Das Blatt ist signiert, datiert und betitelt sowie als e.a. (Künstlerexemplar) bezeichnet.
Über den Künstler Michael Triegel
Glaube, Mythos und menschliche Existenz verhandelt Michael Triegel (geb. 1968 in Erfurt) in präzise gemalten, oft rätselhaft-allegorischen Kompositionen. Seine Kunst zeichnet sich durch die meisterhafte Wiederbelebung altmeisterlicher Maltechniken aus, die er mit Anregungen aus Renaissance, Manierismus und Barock verbindet. Triegel studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei Arno Rink und Ulrich Hachulla. Internationale Bekanntheit erlangte er unter anderem mit dem offiziellen Porträt von Papst Benedikt XVI. und dem Naumburger Altar; die Zeit nannte ihn „Deutschlands berühmtesten religiösen Künstler". Seine Werke sind in bedeutenden Sammlungen und Kirchen zu finden; vertreten wird er von der Galerie Schwind.

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