Hubertus Giebe

Die Reise, 1987

Öl auf Leinwand Gemälde 200 × 270 cm

22.000 €

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Das Gemälde „Die Reise“, das zwischen 1987 und 1989 entstand, ist ein monumentales Werk aus der Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. In expressiver Malweise verdichtet Hubertus Giebe die dargestellten Figuren zu einer vielschichtigen und rätselhaften Szenerie. Die Darstellung der Reise erzählt keine einzelne Geschichte – auch wenn einige Physiognomien der Figuren an Künstler aus dem Dresdner und Leipziger Umfeld erinnern mögen –, sondern entwickelt sich zu einem Sinnbild menschlicher Erfahrungen. In der malerischen Sprache des Werkes wird Giebes Nähe zu Künstlern wie Max Beckmann und Otto Dix sichtbar, ohne dass deren Stil unmittelbar übernommen wird. Das Gemälde besteht aus zwei zusammengenähten Leinwänden und befindet sich in einem guten Erhaltungszustand.

Über den Künstler Hubertus Giebe

Hubertus Giebe (* 1953 in Dohna bei Dresden) ließ sich 1976 auf eigenen Wunsch von der Dresdner Hochschule für Bildende Künste exmatrikulieren - da er selbstbestimmt arbeiten wollte. Diese Eigenständigkeit prägt sein gesamtes Werk: großformatige, vielfigurige Historienbilder in expressiver Malweise, bevölkert von Schaufensterpuppen, Engeln, mythischen Heroen und literarischen Gestalten, mit Max Beckmann, Otto Dix und Pablo Picasso als Vorbildern. Sein Studium schloss er 1978 mit einem externen Diplom in Leipzig als Meisterschüler von Bernhard Heisig ab; bekannt wurde er unter anderem mit vierzig Radierungen für eine bibliophile Ausgabe von Günter Grass' „Die Blechtrommel". International Aufmerksamkeit erregte seine Einzelausstellung „Geschichtsbilder" auf der 44. Biennale von Venedig 1990. Giebe lebt und arbeitet in Dresden und übergab 2012 sein Archiv an die Akademie der Künste in Berlin.

Weitere Werke von Hubertus Giebe
Die Reise – Hauptbild