Werner Tübke
Erinnerung an Teneriffa, 1999
Kreidelithografie Auflage: 10/60 Grafik 20.5 × 24 cm
800 €
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Die zarte Kreidelithografie „Erinnerung an Teneriffa“ versammelt unter einem von Ranken überwucherten, ruinenhaften Säulenportikus eine Gruppe kostümierter Figuren, aus deren Mitte ein Kruzifix emporragt. In feiner, lichter Strichführung verbindet Werner Tübke mediterrane Atmosphäre, klassische Architektur und volkstümlich-religiöses Brauchtum zu einer entrückten Szenerie. Das kleine Format und die skizzenhafte Eleganz verleihen dem Blatt eine intime, poetische Wirkung.
Über den Künstler Werner Tübke
Werner Tübke (1929–2004) zählt neben Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer zu den Begründern der Leipziger Schule. Sein unverwechselbarer altmeisterlicher Malstil knüpft an die Tradition der Renaissance und des Manierismus an und hebt ihn deutlich von den Strömungen der Avantgarde ab. Tübkes Werk ist von vielfigurigen, allegorischen und historischen Kompositionen geprägt, die er mit höchster malerischer Präzision ausführte. Sein Hauptwerk, das monumentale Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen, gilt mit rund 14 mal 123 Metern als eines der größten Gemälde der Welt und wird als „Sixtinische Kapelle des Nordens" bezeichnet. Nach einer Lehre als Maler studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo er später selbst als Professor lehrte; als einer der wenigen ostdeutschen Künstler fand er auch im Westen breite Anerkennung.

Kuratierte Werke
Weitere Werke aus dem Umfeld dieses Künstlers und Bildtyps.

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"Joseph und Poliphars Weib II", 1915
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