Bernhard Heisig
Don Giovanni, 2005
Öl auf Hartfaser Painting 88 × 105 cm
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Das Ölgemälde „Don Giovanni“ verwandelt den berühmten Opernstoff in ein farbgewaltiges, dramatisches Bildgeschehen. In glühenden Orange-, Rot- und Gelbtönen wirbeln zahlreiche Figuren umeinander; im Zentrum erhebt sich eine helle, weiß gewandete Gestalt, gerahmt von kostümierten, maskenhaften und beinahe dämonisch anmutenden Erscheinungen. In kraftvollem, gestischem Pinselduktus fängt Bernhard Heisig die Atmosphäre von Verführung, Rausch und Untergang ein.
Über den Künstler Bernhard Heisig
Bernhard Heisig (1925–2011) zählt zu den herausragenden Vertretern der Leipziger Schule. Seine Kunst ist von einer expressiven, dynamischen Bildsprache und einer leidenschaftlichen Farbigkeit geprägt, mit der er in der Tradition von Max Beckmann, Otto Dix und Oskar Kokoschka steht. Immer wieder rang er sich seine Bilder in einem rastlosen, oft jahrelangen Überarbeitungsprozess ab und schuf eindringliche Werke, die sich vor allem mit den Schrecken des Krieges und der deutschen Geschichte auseinandersetzen. Aus seiner Geburtsstadt Breslau kam Heisig 1948 nach Leipzig, wo er als langjähriger Rektor und Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst eine ganze Künstlergeneration prägte. Gemeinsam mit Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke gilt er als Begründer der Leipziger Schule und als wegbereitender Lehrer der späteren Neuen Leipziger Schule. Seine Werke sind in bedeutenden Museen vertreten und erfahren auf dem Kunstmarkt anhaltende Aufmerksamkeit.

Kuratierte Werke
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