Man Ray
Selbstportät mit Kamera, 1931
Silbergelatineabzug auf Agfa Papie Photography 26.2 × 20.1 cm
300 €
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Das „Selbstporträt mit Kamera“ zeigt Man Ray im scharfen Profil, dicht neben seine Plattenkamera gerückt, deren rundes Objektiv neben seinem Gesicht aufscheint. In kontrastreichem Schwarz-Weiß verschmelzen Künstler und Apparat zu einer eindringlichen Einheit – ein programmatisches Bekenntnis zur Fotografie als zentralem künstlerischem Medium. Die intime Nahsicht und die klare Lichtführung verleihen dem Bildnis eine zugleich moderne und ikonische Präsenz. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1931/32 und wurde 1991 von der Griffelkunst-Vereinigung erneut herausgegeben. Das Blatt ist rückseitig mit dem Nachlassstempel des Künstlers versehen.
Über den Künstler Man Ray
Man Ray (1890–1976), geboren als Emmanuel Radnitzky, zählt zu den schillerndsten Figuren von Dada und Surrealismus – als einziger Amerikaner spielte er in beiden Bewegungen eine zentrale Rolle. Er arbeitete gleichermaßen als Maler, Objektkünstler, Filmemacher und Fotograf, doch vor allem seine fotografischen Innovationen machten ihn weltberühmt: Mit den kameralosen „Rayografien" und der Technik der Solarisation eröffnete er der Fotografie völlig neue, traumhaft-poetische Ausdrucksmöglichkeiten. In seinem Pariser Atelier porträtierte er die Avantgarde seiner Zeit, von Picasso über James Joyce bis Salvador Dalí. Den Großteil seines Schaffens verbrachte er in Paris; seine ikonischen Objekte und Bilder gehören heute zum festen Bestandteil der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Kuratierte Werke
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